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Nordseekrabben: pulen, essen und kaufen in Husum

Sie sind das „Gold der Nordseeküste": die kleinen, rosabraunen Nordseekrabben, die hier kaum jemand Krabbe nennt. An der Küste heißen sie Granat – und ein frisch gepultes Krabbenbrötchen gehört zu einem Husum-Besuch wie der Wind über dem Deich. Husum bezeichnet sich sogar selbst als „Krabbenpul-Metropole". Hier liest du, was es mit den Nordseekrabben auf sich hat, wie das Pulen funktioniert, wo du frische bekommst und welche Gerichte sich daraus zaubern lassen.
Krabbe oder Garnele?
Streng genommen ist die Nordseekrabbe gar keine Krabbe, sondern eine Garnele: die Nordseegarnele (Crangon crangon). Regional trägt sie viele Namen – Granat, Porren, Knat oder Graue Krabbe. Ihr Fleisch gilt als Delikatesse mit fein-süßlich-nussigem Aroma und ist eine der bekanntesten Spezialitäten Norddeutschlands.
Vom Kutter auf den Teller
Gefangen werden die Krabben von den typischen, flachbodigen Krabbenkuttern, die ihre Netze über zwei Ausleger ausbringen. Noch an Bord wird der Fang in Seewasser gekocht – erst dabei bekommen die Krabben ihre charakteristische rotbraune Farbe. Die bunte Kutterflotte im Husumer Hafen ist nebenbei eines der schönsten Fotomotive der Stadt, besonders im Abendlicht.
Krabben pulen – so geht's
Selbst gepult schmecken Krabben am besten – es erfordert aber etwas Übung. Eine bewährte Methode: den Kopf zwischen Daumen und Zeigefinger festhalten, mit der anderen Hand das hintere Ende vorsichtig drehen, die hintere Panzerhälfte abziehen und das Fleisch lösen. Der beste Tipp: sich das Pulen einmal von Einheimischen zeigen lassen und dabei den Klönschnack genießen. Realistisch sind das für ein Kilogramm ungepulte Krabben gut zwei Stunden Arbeit – am Ende bleiben rund 400 Gramm Krabbenfleisch. Es lohnt sich.
Wo gibt es frische Krabben in Husum?
- Fischhandel am Markt und am Hafen: auf beiden Hafenseiten, etwa beim Fischhaus Loof.
- Wochenmarkt: mobile Verkaufsstände, in der Regel donnerstags und samstags.
- Direkt vom Kutter: Die Krabbenkutter laufen gezeitenabhängig in den Hafen ein. Am Außenhafen weisen manchmal Schilder auf die Verkaufszeiten hin; aktuelle Ankündigungen einzelner Kutter findest du auch online.
Gut zu wissen: Am Wochenende gilt ein Fangverbot, frische Ware gibt es daher nicht jeden Tag – und fangfrisch bekommt man Granat meist nur ungepult.
Die besten Krabben-Gerichte
- Krabbenbrötchen: der Klassiker – frische Krabben auf einem Brötchen.
- Krabben auf Schwarzbrot: mit guter Butter, schlicht und perfekt.
- Strammer Max mit Krabben: Schwarzbrot mit Butter, Krabben und einem Spiegelei obendrauf.
- Krabbencocktail oder Krabbensalat: für den festlicheren Auftritt.
- Rührei mit Krabben: das nordfriesische Sonntagsfrühstück.
Praktische Tipps
- Frisch und ungepult direkt vom Kutter oder Fischhandel kaufen – das ist die ehrlichste Variante.
- Gezeiten und Wochenende einplanen: an manchen Tagen gibt es keine frische Ware.
- Krabben kühl halten und am Tag des Kaufs verarbeiten.
Krabben-Abend im Ferienhaus
Ein Kilo Granat, ein paar geübte und ein paar ungeübte Hände, dazu Brot und Butter: Krabbenpulen ist ein Abend für sich. Im Ferienhaus Smukke in Hattstedt wird daraus mit etwas Glück ein langer Tisch im Wintergarten – frische Krabben aus Husum, selbst gepult, mit Blick in den Garten. So schmeckt Nordfriesland.
→ Verfügbarkeit prüfen (interner Link zur Startseite, Anker variieren: „Ferienhaus bei Husum" / „Nordfriesland erleben")
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